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Schützt Krankschreibung Vor Kündigung

Schützt Krankschreibung vor Kündigung

Diesen Gedankengang haben viele Arbeitnehmer: Die Krankschreibung schützt vor Kündigung. Dies stimmt nur bedingt. Nur weil ein Mitarbeiter krank ist, kann er deswegen nicht gekündigt werden. An dieser Stelle ist er durch den Kündigungsschutz vor so etwas sicher. Dennoch gibt es gewisse Umstände, wo die Krankschreibung als Grund mit angegeben werden kann.
Arbeitgeber sollten sich aber sehr sicher sein, ob Sie diesen Weg gehen wollen. Erweist sich die Begründung als nicht ausreichend, ist diese schlichtweg nicht gültig. Daher wollen wir diesen Monat einen kurzen Blick auf dieses eher unangenehme Thema werfen.

Was bei der Kündigung durch Krankheit beachtet werden sollte

Zunächst einmal sei gesagt, dass es sich bei einer solche Art der Kündigung um eine personenbedingte Kündigung handelt. Im Gegensatz zu der üblichen Vorgehen, müssen hier aber keine Abmahnungen erfolgen. Der Grund ist relativ einfach: Es liegt kein zu korrigierendes Verhalten vor. Man kann einen Mitarbeiter schlecht abmahnen, nur weil dieser krank ist. Selbst dann nicht, wenn man die Vermutung hat, die Krankheiten erfolgen immer „zufällig“ dann, wenn dadurch z.B. ein längeres Wochenende entsteht.

Wie oben schon beschrieben, sollten Unternehmen gewisse Punkte in Betracht ziehen, bevor jemand gekündigt wird, der häufiger krank ist. Zu diesen Überlegungen zählen:

  1. Wie sieht die Prognose aus? Wird sich der Mitarbeiter in absehbarer Zeit erholen können? Inwieweit wird es die Arbeitsleistung einschränken? Wenn es hier zu negativ aussieht, sollte man als nächstes überlegen, ob es vielleicht andere Positionen gibt, welche der Mitarbeiter mit seinen Einschränkungen erfüllen kann. Wenn auch DAS nicht gegeben wird, folgt gleich die nächste Überlegung.
  2. Es müssen die betrieblichen Interessen betrachtet werden. Kann die Position von einer Krankheitsvertretung ausgefüllt werden, oder muss diese aufwändig eingelernt werden? Gibt es unverhältnismäßige Belastungen – was eher bei kleinen Unternehmen durch die Lohnfortzahlung der Fall wäre.

Wenn Sie ganz sicher sein wollen, lassen Sie sich von unserer Kanzlei aus Potsdam ausführlich beraten.

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