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Kündigung Als Arbeitgeber

Kündigung als Arbeitgeber

Das Thema Kündigung ist nie unkompliziert – weder für Arbeitgeber noch für Arbeitnehmer. Genauer gesagt: Der Arbeitnehmer hat es relativ einfach seine Stelle zu kündigen. Der Arbeitgeber muss auf Grund des Kündigungsschutzgesetzes auf einige Vorgaben achten. Keiner möchte bei einem so wichtigen Thema, dass willkürlich entschieden wird!

Die Form der Kündigung

Wie schon erwähnt, kann eine Kündigung nicht „einfach so“ ausgestellt werden. Zunächst einmal muss diese in schriftlicher Form erfolgen. Hier reicht eine einfache E-Mail laut Gesetzgeber aber in keinem Fall aus.

Auch die Art des Übergebens ist vorgeschrieben. Entweder muss es dem Angestellten persönlich ausgehändigt werden oder über den Postweg zugestellt werden. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, ob z.B. ein Betriebsrat informiert werden muss – wird eine solche Instanz übergangen, ist die Kündigung nicht gültig. Ab Zeitpunkt des Zugangs läuft auch die Frist für die Kündigungsschutzklage.

Es muss selbstverständlich auch der Kündigungsschutz beachtet und überprüft werden, ob eine Kündigung auch sozial gerechtfertigt ist. Es gibt außerdem noch bestimmte Gruppen, welche einen besonderen Schutz genießen. Zu diesen gehören Schwerbehinderte, Auszubildende und Schwangere.

Begründung der Kündigung

Ohne eine Begründung, sollte keine Kündigung ausgesprochen werden. Diese muss aber nicht gleich im Anschreiben vorhanden sein. Zu den Begründungen zählen:

  1. Personenbedingt: Hierbei geht es rein um die Person bzw. die Fähigkeiten des Arbeitsnehmers. Verliert ein Arbeitnehmer die Fähigkeit seiner Tätigkeit nachzugehen und es gibt keine andere Möglichkeit, kann diese Begründung benutzt werden. Hier kommt es aber sehr auf die aufgezählten Gründe an.
  2. Verhaltensbedingt: Legt der Mitarbeiter verstärkt Fehlverhalten an den Tag oder es liegt gar eine Straftat vor, wird diese Begründung herangezogen. Aber aufgepasst: Auch hier muss eine Interessenabwägung durchgeführt werden.
  3. Betriebsbedingt: Dies haben leider in den letzten Jahren viele Arbeitnehmer als Begründung hinnehmen müssen. Liegt ein betrieblicher Grund vor, Einbrechen der Aufträge z.B., und ist hier keine Besserung in Sicht, bleibt oft nur die betriebsbedingte Kündigung.

Unsere Anwaltskanzlei aus Potsdam unterstützt Sie wie immer umfangreich zu Ihren arbeitsrechtlichen Anfragen.

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