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Rechtsanwältin Martina Scholz | Alt Nowawes 36 | 14482 Potsdam | 0331 / 740 54 10 | 0331 / 740 54 14 | scholz@ra-scholz-potsdam.de
Hinweise Zum Aufhebungsvertrag

Hinweise zum Aufhebungsvertrag

Der Aufhebungsvertrag stellt eine nicht selten genutzte Alternative zur Kündigung dar. Im Gegensatz zu dieser, müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber dem Vertrag beide zustimmen – es ist definitiv keine einseitige Angelegenheit.

Der größte Vorteil des Aufhebungsvertrages ist aber, dass beide Parteien den Inhalt relativ frei bestimmen können. Einer der Hauptvorteile ist es, die Kündigungsfrist aufzuheben. So kann die Trennung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber schneller voran gehen. Jede Seite hat aber ihre Vor- und Nachteile in diesem Prozess – und auf diese wollen wir als Nächstes eingehen.

Aufhebungsvertrag als Arbeitnehmer

Oft genug, wenn man die Arbeitsstelle wechseln möchte, liegt Kündigungszeit und Beginn der neuen Stelle nicht günstig. Wenn der Arbeitgeber hier einlenkt, kann diese aufgehoben und die neue Stelle wie geplant angetreten.

Man kann aber auch einer drohenden betriebsbedingten Kündigung entgegenkommen. Hier ist dabei oft das Ziel, eine Abfindung auszuhandeln.

Diese beiden Punkte, welche an sich positiv sind, können aber auch negative Konsequenzen haben. Die verkürzte Kündigungszeit kann zu einer Sperrung des Arbeitslosengeldes für mehrere Wochen führen. Eine Abfindung, speziell wenn diese zu hoch ausfällt, kann vom Arbeitslosengeld abgezogen werden.
Arbeitnehmer sollten sich daher gut beraten lassen, ob sich der Vertrag wirklich für sie lohnt.

Der Aufhebungsvertrag als Arbeitgeber

Wie schon erwähnt können Kündigungszeit aber auch Kündigungsschutz umgangen werden. Die üblichen Voraussetzungen für eine Kündigung können somit ausgehebelt werden.
Außerdem kann in den Vertrag aufgenommen werden, dass der Arbeitnehmer auf einen Kündigungsschutzprozess verzichten wird. Auch müssen keine Kündigungsgründe vorgelegt werden bei einem solchen Vertrag.

Nachteilig für den Arbeitgeber kann der Aufhebungsvertrag aber auch sein. So wird der Arbeitnehmer oft nach einer Abfindung oder Ähnlichem verlangen. Wird der Arbeitnehmer nicht gut genug über die Folgen des Vertrages aufgeklärt oder fühlt sich zu sehr unter Druck gesetzt, kann der Vertrag für nichtig erklärt werden.

 

Sie sehen also: Man sollte besser aufpassen. Unsere Rechtsanwaltskanzlei aus Potsdam unterstützt Sie gerne dabei. Hier finden Sie unsere Kontaktdaten.

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