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Arbeitsrecht In Der Corona-Krise Teil 2

Arbeitsrecht in der Corona-Krise Teil 2

Häufige Fragen zum Arbeitsrecht in der Corona-Krise

Leider ist es immer noch ein wichtiges Thema in der aktuellen Lage und es gibt noch mehr Fragen, welche sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber stellen. Daher wollen wir diesen Monat auf einige, häufig gestellte Fragen zum Arbeitsrecht eingehen.

  • Wie läuft die Krankschreibung ab?
    Zumindest bis zum 18 Mai kann man sich bei einer leichten Atemwegserkrankung auch ohne einen Besuch beim Hausarzt krankschreiben lassen. Diese ablaufende Sonderregelung erlaubt, auch über telefonische Rücksprache mit dem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu erhalten. Ihrem Arbeitgeber müssen Sie dies aber natürlich weiterhin melden und zukommen lassen.
  • Wann muss ich meinen Arbeitgeber informieren, wenn es Erkrankungen im privaten Umfeld gab?
    Nur wenn eine Ansteckungsgefahr besteht, muss man der Arbeitgeber informiert werden. Von dieser kann man ausgehen, wenn es um Personen geht, mit denen man in den letzten zwei Wochen direkten Kontakt hatte. Man sollte auf gar keinen Fall einfach einmal abwarten, sondern lieber offen sein.
  • Was ist mit meinen Urlaubstagen? Darf der Urlaub gestrichen werden?
    Allgemein gilt hier so gut wie immer: Einseitig darf der Urlaub nicht widerrufen werden. Der Arbeitsgeber kann nicht wegen erhöhten Arbeitsaufkommen den gewährten Urlaub einfach streichen. Der Arbeitnehmer darf nur weil er nun nicht verreisen kann, den Urlaub auch nicht einfach „absagen“. Sonderfälle gibt es natürlich hier auch, aber allgemein gilt, dass man sich beidseitig einigen sollte.
  • Droht mir eine Kündigung wenn ich an Covid 19 erkranke?
    Erst einmal: Man darf nicht personenbedingt entlassen werden, nur weil man an Covid 19 erkrankt. Nur wenn sich daraus eine lang anhaltende Erkrankung entwickelt, also eine negative Zukunftsprognose ergibt, kann der Gesundheitszustand ein Kündigungsgrund sein.
    Bei Fehlverhalten kann aber weiterhin eine verhaltensbedinge Prüfung ausgesprochen werden.
    Was leider häufiger und wahrscheinlicher ist, ist eine betriebsbedingte Kündigung, was aber mehr mit dem Einbruch der Aufträge, als mit Ihrer Erkrankung an sich zu tun hat.

Haben Sie noch weitere Fragen zum Arbeitsrecht? Dann nehmen Sie gerne hier Kontakt zu uns auf.

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